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Geschichtliches

Das Jahr 2006

Details

Schnuppertag beim OV T19 in Friedberg:

 "Wir stehen mit der ganzen Welt in Kontakt"
Friedberger Funkamateure veranstalten Schnuppertag - Nachwuchs-Werbung für ein außergewöhnliches Hobby.

Zeitungsartikel zum Schnuppertag bei uns

"Wir stehen mit der ganzen Welt in Kontakt"
Friedberger Funkamateure veranstalten Schnuppertag - Nachwuchs-Werbung für ein außergewöhnliches Hobby

Insgesamt 70 Stufen führen himmelwärts ins Paradies der Friedberger Funkamateure, die im alten Wasserturm gestern etliche interessierte junge Besucher begrüßen konnten. Mit seinem Schnuppertag wollte der seit 1979 bestehende Ortsverein Nachwuchs für das abwechslungsreiche Hobby werben. "Denn der Altersdurchschnitt unserer rund 60 Mitglieder liegt bei 50 Jahren", sagt Vorsitzender Fritz Weld.

Durch den Vereinsraum im vierten Stock, der von der Stadt Friedberg gemietet und im Vorjahr renoviert worden ist, schwirrten am Sonntag Kürzel, die einem Laien völlig unverständlich bleiben: Steffen Pfannschmidt beispielsweise nahm unter seinem Funkrufzeichen "DC1MPS" an einem Wettbewerb teil, bei dem es galt, in einer bestimmten Zeit möglichst viele andere Funker zu kontaktieren. "Wir stehen mit der ganzen Welt in Kontakt, tauschen über Funk Erfahrungen mit interessanten Gesprächspartnern aus und sind auch am Entstehen neuer Kommunikationstechnologien beteiligt", schildert der Vorsitzende die Arbeit des Ortsvereins.

Interessenten willkommen

Die Mitglieder treffen sich jeden ersten Freitag im Monat im Friedberger "Zieglerbräu" sowie jeden Dienstag ab 20 Uhr in ihrem Domizil im Wasserturm; dazu ist jeder Interessent ab 14 Jahren willkommen. Zu den Gebühren für die Mitgliedschaft und Funklizenz (die Ausbildung dauert mehrere Monate) kommen noch die Kosten für Antenne und Geräte. "Die kann man mit Material aus dem Baumarkt aber auch selbst bauen", sagt Weld, dessen 17 Jahre alter Sohn Alexander sich ebenfalls für das weit verbreitete Hobby interessiert. Weltweit gibt es rund zwei Millionen Amateurfunker. Der Bundesverband DARC (Deutscher Amateur-Radio-Club) gliedert sich in mehr als tausend Ortsverbände und ist auch im Internet zu finden.

Natürlich spielen Internet und andere moderne Techniken auch im Wasserturm eine wesentliche Rolle: Amateurfunker haben zum Beispiel eigene Satelliten wie "AMSAT-Oscar 40". Er hat ein Experiment an Bord, mit dem erstmals nachgewiesen werden konnte, dass GPS (Global Positioning System) auch im Weltraum nutzbar ist. Auch auf der internationalen Raumstation "ISS" befindet sich eine Amateurfunkstation.

Amateurfunksendungen dürfen auch von Nicht-Funkamateuren gehört werden; jedoch ist zum Sendebetrieb ein so genanntes Rufzeichen erforderlich, das die Bundesnetzagentur nach einer erfolgreich abgelegten Prüfung erteilt. Wer noch nie Mitglied im DARC war, kann sich ein halbes Jahr lang kostenlos als Gast anmelden und in dieser Zeit Internetserviceangebote nutzen. Die Beherrschung der englischen Sprache ist natürlich Voraussetzung, um sich mit Gleichgesinnten in aller Welt auszutauschen.

"Wie bei jedem anderen Hobby auch, gibt es verschiedene Interessensgruppen", sagt Weld, der gerne mehr junge Leute im Ortsverein sähe. Auf sie warten nicht nur weltweite Kontakte, sondern auch spannende Wettkämpfe wie ARDF. Dieses Kürzel steht für "Amateurfunkpeilsport", bei dem im Wald versteckte Peilsender gefunden werden müssen. "Den Sportlern wird hier eine Kombination aus körperlicher Fitness, Orientierungssinn und technischem Verständnis abverlangt."

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© DARC OV Friedberg (T19)