Suche  

   

Mitgliederlogin  



   

Amateurfunk im Urlaub

Details

Mal so aus seinem Urlaubsort völlig relaxed mit seinen Kumpels zu Hause zu funken, wer möchte das nicht, zumal die Technik für das Urlaubs-QSO`s  immer besser wird. Kleine Schaltnetzteile und Tranceiver wie z.B. den Icom IC7000 und Antennen, die immer weniger Platz brauchen und doch ganz passable Ergebnisse bringen, damit kann man auch auf Flugreisen gehen ohne Übergepäck. (Eventuell den Smoking zu Hause lassen)

 

Meine ersten Versuche mit Urlaubsfunk habe ich vor 15 Jahren in Elba gestartet, damals waren wir mit einem  mit dem Wohnmobil unterwegs, da spielte das Gewicht keine Rolle. Ein 40m Drahtdipol, obwohl nur 7m über dem Boden aufgehängt, brachte schon  erste Erfolge  in die nordischen Länder, Malta und Tunesien . Italien sowieso.

Mittlerweile machen wir lieber Urlaub im Hotel und dann am liebsten auf Furteventura. Wegen der Flugreise war die Suche nach einer passenden Antenne schon ein Problem . Dann fand ich vor wenigen Jahren mal einen  Artikel in der CQ-DL über eine KD3-Urlaubsantenne. Im Päckchen mit einer Länge von 50cm und einem Gewicht unter einem Kilo, zudem von einwandfreier Qualität habe ich mir eine sogleich gekauft. Diese Antenne passt locker in den Koffer.  Als dann im November 09 Fuerteventura anstand wurde diese Antenne  als erstes in den Koffer gelegt. Die KD3 besteht aus 4 Teilen - keines länger als 50cm. Obwohl vom Prinzip her eine stark verkürzte Groundplane für 20,17 und 15m kommt sie mit einem einzigen Radial aus, das muss aber cm-genau für jedes Band angepasst werden, dann bekommt man ein SWR von 1:1,2 hin. Das schafft man nach wenigen Minuten, da die vorgeschlagenen Maße des Radials sehr gut passen, wichtig ist aber, dass das Radial nicht auf dem Betonfussboden liegen darf.

In unserem Urlaubshotel auf Fuerteventura, in dem wir schon fünf mal waren, haben wir schon von Deutschland aus ein Zimmer im obersten Stockwerk gebucht. Im Hotel angekommen fehlte mir noch ein ca. 4 m langes Rohr mit welchem man die Antenne über Dachniveau bringen konnte. Bei einer nahegelegenen Surfschule bekam ich einen leicht verbogenen Mast von einem Surfbrett (Bezahlung eine Flasche Havanna Rum). Dann fehlten noch ein paar Seilenden und Klebeband und schon wurde der Mast mir KD3 im letzten Abendlicht des ersten Urlaubstages  aufgerichet und verzurrt. Auf 20 m brauchte ich nicht lange herum zu probieren, die 5,60 m als empfohlene Radial-Länge für 20m passten,  nur war es von Bedeutung in welchem Winkel das Radial zur Antenne hing. ca 30 Grad war das Optimum .

KD3 Urlaubsantenne

Bild: KD3 Urlaubsantenne am Balkon des Ferienappartments.

Die erste Stunde brachte 2 Südafrikaner und 2 Brasilianer, da ging ich mit Schwung zum Abendessen. Gegen 21 Uhr 45 habe ich es dann nochmal probiert. Ich bekam vor Glück fast Herzrasen als ich einen Australier CQ rufen hörte: CQ Northamerica de VK3MO. Ich habe gleich hineingeplärrt und wurde auf der Stelle akzeptiert (EA8- hats gebracht). Das wurde ein ganz tolles QSO. Heutztage schaut man ja unter QRZ.com gerne seine Funkpartner an. In diesem Fall würde ich Euch einen Blick auf den Eintrag von VK3MO unbedingt empfehlen: Happy-Australia, Antennenbau  wie bei komerziellen Stationen, Königswusterhausen lässt grüßen.

Deutschland ging schlecht, weil dicht hinter dem Hotel in Richtung Europa Berge  aufsteigen. 2x VK 5x ZS 1x V51 6x  Brazi und 2 mal DL einmal Senegal, einmal EA7.

2012 hatte ich die KD3 wieder dabei , heuer ging es erstaunlich gut mit Deutschland Togo, Südafrika, sogar ein Pile-Up habe ich geknackt und ein schönes QSO mit einer Station auf Barbados geführt. Natürlich durfte Australien nicht fehlen. Rapport 5/6

   
© DARC OV Friedberg (T19)