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40m fullsize 2-Element Yagi

Details

Manch einer hat Ideen für bessere Antennen, auch die OMs vom OV T19 mit DJ7BA. (DJ7 Bessere Antenne, nomen est omen). Damit das gut funktioniert, ist einiges zu tun.

Angefangen hatte es mit der EMVU Erklärung. Wegen fehlender Winkeldämpfungswerte erwarb ich das Antennen-Simulationsprogramm EZ-NEC. Das faszinierte mich. Der Traum einer fullsize 2 Element Yagi für 40m entstand (Bild 1 und 2). Platz dafür?  Fieldday!




Bild 1: Vertikaldiagramm 2 Element Yagi für 40m in 17m Höhe.



Bild 2: SWR-Verlauf

Ich hatte einige leichte, 10m lange Spieth-Masten. Damit war die Herausforderung der ca. 2x10m langen Elementen beherrschbar, wie dieser Durchbiegetest (Bild 3) zeigt.



Bild 3: Spiethmast Durchbiegetest im Garten.

Auch war ein guter Balun nach DG0SA da. Was fehlte, war ein hoher Mast samt Aufbau­möglich­keit, ein ca. 8m langer Boom und ein Rotor. Alles konnte Michael, DL2MHO beschaffen: Boomrohr hatte er noch, und einen 17m Mast stellte Klaus, DH1KLH zur Verfügung. Diesen Mast hatte DL2MHO vorher schon einmal aufgerichtet mit Traktor und einem  Seil, das über einen von ihm konstruierten Hilfsmast läuft.

Ein dritter Umstand kam zufällig: Ein Ausfall meines alten An­tennen­analysators führte zur Anschaffung eines RigExpert AA-600 (Bild 4). Er bringt eine sofortige grafische Anzeige des SWR- und Impedanzverlaufes über der Frequenz.



Bild 4: RigExpert AA-600.

Doch es gab noch Unbekanntes: Die PVC Drahtisolation des Kupfer­drahtes ließ sich nicht in EZNEC simulieren. Daher mussten wir unter Realbedingungen in 17m Höhe messen, denn die Eigen­schaften einer Antenne sind stark höhenabhängig. Wieder hatte DL2MHO die Lösung: In seiner Nähe wurde ein Haus gebaut. Dort stand ein Kran auf der grünen Wiese. (Bild 5). Wir konnte für ein Trinkgeld unsere Antenne auf Betriebshöhe messen.



Bild 5: Antennentest mit Kran.

Am AA-600 wurde klar: Die mit EZ-NEC ohne Isolation berechnen Elemente, waren viel zu lang. Es kam genau auf die Länge an, wenn die Antenne an beiden Bandenden ein SWR < 1:2,0 erreichen sollte. Die PVC-Isolation hat einen erheblichen Einfluss auf die Resonanz. Jedes der vier Enden musste gegenüber EZ-NEC um 45 cm gekürzt werden! Dank Kran und AA-600 stimmte nach dem Kürzen dann alles.

Wir schienen gut vorbereitet zum Fieldday Aufbau. Doch es gab Überraschungen: Es fehlten Verbindungsteile der Mastsegmente. Diese wurden von Helmut, DG1CM, kurzfristig aus Stahlrohr gefertigt und ersetzt. Damit ging’s dann (Bild 6).



Bild 6: Aufbau nach Ersatz.

Noch das Rotorkabel (Bild 7) anschließen ...



Bild 7: Anschließen des Rotors

Doch das verzögerte die Zeitplanung. Auf den nur kurz verfügbaren Traktor musste verzichtet werden. Würden wir es trotzdem schaffen? DL2MHO hatte die Lösung: Sein PKW mit zugfester Anhängerkupplung musste her (Bild 8). Das war es ein Gewaltakt. Die Kupplung des Wagens stank vor Hitze. Aber die Antenne stand (Bild 9).



Bild 8: Hochziehen des Mastes.



Bild 9: Mast steht.

Unsere bisher beste 40m Fieldday Antenne war rechtzeitig fertig geworden.

Der SWR Verlauf passte perfekt (Bild 10).

Bild 10: SWR Verlauf  40m Yagi am AA-600

Was gab es sonst?



Bild 11: Gesamtansicht

Eine 25m Hohe 3 Ele Yagi für 10, 15 und 20m auf unserem schon vom letzten Jahr bewährten Bundeswehrmast (Bild 11: 3-Band Beam) und eine für 80m genutzte Kelemen inverted Vee. Es hat sich gelohnt: Unser Fieldday Ergebnis 2014 war mit Platz 7 von 51 gut.



Bild 12: Nächtliche 40m QSOs

DX war zwar eher mäßig, denn weder Asien noch USA war an Fieldday QSOs mit EU interessiert. Doch die mit Abstand meisten QSOs hatten wir auf 40m - mit dieser Antenne.

Es bleibt bei dem „B A“.    Ich bin für ...    Bessere Antennen. Hans, DJ7BA

   
© DARC OV Friedberg (T19)